2. Etappe - Uelde am Haarstrang

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Schöpfungstour rund um Uelde
 
2. Etappe am 25. Juni 2017

"Wasser ist Leben"

 
 
So viel Wasser brauchen wir täglich!“, gleich mehrfach beeindruckt zeigten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der zweiten Etappe der Schöpfungstour rund um Uelde. Die Zahlen zum persönlichen täglichen Wasserverbrauch – real und virtuell – übertrafen die eigenen Vorstellungen der fast 30 Teilnehmer erheblich: 45 Liter Trinkwasser wenden wir täglich für unsere Körperpflege auf, weitere 35 Liter benötigen wir allein für die Toilettenspülung. Die Herstellung eines Schokoriegels erfordert sogar 200 Liter, die Produktion einer Jeans 6000 Liter! Die Zahlen zum Wasserverbrauch beeindruckten genau wie der Besuch im Wasserhochbehälter des Lörmecke Wasserwerkes auf der Haar zwischen Uelde und Waldhausen unter der Führung von Dirk Jäger. 
 
 
 
 
 

Die Schöpfungstour begann in der Uelder Kapelle mit einer Lesung aus der Schöpfungsgeschichte. Dagmar Koors stellte in der Einführung Wasser als das wichtigste Naturelement vor, das wir auf der Erde haben und zugleich auch als das symbolträchtigste in der Bibel. Wasser hat Macht: Es kann Leben ermöglichen und zerstören. Im Schöpfungsbericht der Bibel ist Wasser ganz klar ein Element des Lebens. Aus dem Wasser wird das Land geschieden.

 
 
Der Weg führt die Gruppe auf die Haar, wo Dirk Jäger den Wasserzulauf aus der Aabachtalsperre in das Versorgungsnetz des Lörmecke Wasserwerkes erklärte. Interessant auch die Information, dass die Warsteiner Brauerei von hier aus ihr Wasser für Spül- und Reinigungszwecke bezieht. 

Sehr anschaulich stellten die Kinder mit Unterstützung von Wilfried Budde den eigenen Wasserverbrauch dar, indem sie die 125 Liter Wasser, die jeder Deutsche nach Bereichen getrennt in Eimer abfüllten.
Betroffen machte der Vergleich mit den Turkana in Kenia, die mit weniger als 20 Liter täglich auskommen müssen und das Wasser beschwerlich über weite Strecken transportieren müssen. Die Kinder kannten dieses Beispiel von der diesjährigen Sternsingeraktion.
 

An diesem Zwischenstopp wurden die Teilnehmer der Schöpfungstour auch mit dem virtuellen Wasserverbrauch für die landwirtschaftliche sowie industrielle Herstellung von Produkten konfrontiert. Diese 4000 Liter entnehmen wir zwar nicht aus dem Wasserhahn, werden aber trotzdem durch die von uns konsumierten Nahrungsmittel und Produkte wie z.B. Kleidung gebraucht. 

Das gemeinsame Gebet stellte den Schutz und Erhalt der Schöpfung und damit auch des Wassers auf der Erde und dessen gerechte Verteilung unter den Menschen in den Mittelpunkt.
 
 
 
 
 

Richtig spannend wurde es im Hochbehälter des Lörmecke-Wasserwerkes: Unter der Führung von Dirk Jäger erkundeten Jung und Alt das Innere und erfuhren Interessantes über die Wasserversorgung. Der Mitarbeiter des Lörmecke-Wasserwerkes klärte die Kinder auch über die Unterscheidung der Rohre für Lörmecke-Quellwasser und Wasser aus der Aabachtalsperre auf: „Die von außen beschlagenen, feuchten Rohre weisen auf das kältere Wasser aus der Aabachtalsperre hin“

 
 


Herbert Ferdinand begleitete auf der Gitarre das abschließende Lied „Laudato si“. Darin kam die Dankbarkeit für die Schöpfung und insbesondere auch für sauberes Trinkwasser spürbar bei Kindern und Erwachsenen zum Ausdruck.



Der Rückweg zum Dorf bot Gelegenheit für Gespräche miteinander; die Schöpfungstour hat ganz sicher manchen Gedanken angestoßen und wird den Umgang mit Trinkwasser bewusster werden lassen.

 

Die 3. Etappe der Schöpfungstour wird voraussichtlich im Dezember stattfinden, der Mond und die Sterne werden dann im Mittelpunkt stehen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wilfried Budde
 
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